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Hochkar - ein Bergerlebnis für alle

Wandertipp von Bernhard Baumgartner

Ob Ausflug oder Bergtour – das Hochkar ist ein Wandertipp für jeden Geschmack und Anspruch. Der Promenadenweg vom Sessellift zum Gipfelkreuz auf 1808 m ist zwar nur ein Spaziergang, aber doch ein alpines Erlebnis mit seinem gewaltigen Blick ins Gesäuse und zum Hochschwab. Dazu kommen noch verschiedenen Abstiegsmöglichkeiten über markierte Steige.

 

Die Route über das Scheineck bietet dazu den interessantesten Weg, und nach 2 Std. ist wieder der Parkplatz der Bergstraße erreicht. Für anspruchsvollere Wanderer bietet das ausgedehnte Bergmassiv genügend andere Möglichkeiten.

 

Überschreitung vom Hochkargipfel bis zur Schmalzmauer:

Mit Aufstieg über das Scheineck, besonders empfehlenswert für geübte und orientierungssichere Wanderer, aber nur bei guten Sichtverhältnissen, Gehzeit insgesamt 5 bis 6 Std.

Zufahrt: Von Göstling im Ybbstal nach Lassing und gut ausgebaute Bergstraße (Maut) bis zum Hochkar-Parkplatz.

 

Routenbeschreibung:

Vom Parkplatz beim Gasthof Jagersberger vorbei rechts zum markierten Gipfelsteig, der zunächst noch im Bereich der Waldgrenze verläuft. Am Weiterweg werden die Skipisten im „Draxlerloch“ und im „Kar“ gequert, dann führt ein schmaler Hangsteig durch Krummholz zum Sattel am Scheineck. Die Markierung bewältigt diesen markanten Felskamm etwas abseits vom Grat steil aufwärts. Vom anschließenden Hochplateau-Rücken erster Blick zum Gipfelkreuz! Nach einer Karstmulde mit tiefen Dolinen („Schneelöcher“) mündet der Gipfel-Spazierweg von der Sessellift-Bergstation und dem Geischlägerhaus ein. Dann öffnet sich bald der Ausblick zu den schon nahen Gesäusebergen, bei klarer Sicht bis zum Dachstein und Großglockner – das Gipfelkreuz auf dem Hochkar ist erreicht (1808 m, 1 ½ Std.).

 

Auf dem neu ausgebauten Weg zum Geischlägerhaus (Einkehrmöglichkeit) bei der Bergstation des Sessellifts und bequem auf der asphaltierten Gipfelstraße weiter bergab bis zum „Steirertörl“. Von diesem Sattel (1680 m) rechts abzweigen und zum Kamm hinauf, der über steilen Rasen und „Karren“ (="zerklüftetes" Kalkgestein) verfolgt wird. An der Bergstation der Häsing (ca. 1700 m) vorbei und zum Grat, über den mit eindrucksvollem Tiefblick weiter abgestiegen wird. Vom folgenden Sattel links über die überraschend „blumige“ Schipiste hinab zur Almmulde „In der Höll“. Jenseits rechts haltend Aufstieg zur Leckerplanhöhe, wo man über den Rücken rechts weitergeht und nahe dem südlichen Plateaurand schließlich die Schmalzmauer erreicht (1760 m, vom Hochkar ca. 2 ½ Std., äußerst lohnend, aber nur bei guten Sichtverhältnissen – unmarkierte Steigspuren!).

 

Vom Gipfel den Latschenrücken nordwestlich entlang weiter und bergab zu einer freien Stelle im Krummholz. Hier ist auf Steigspuren durch eine steile Schrofenrinne der Abstieg mit etwas Vorsicht, aber ohne Schwierigkeit möglich. Dann nahe dem rechten Bergrand hinab zum Sattel mit dem „Almgatterl“ (wie das östlich abbrechende Kar von den Einheimischen „Seelucken genannt). Hier scharf links auf dem rot markierten Weg (Alpintour Dürrenstein - Hochkar) den zur Schrottleitner Alm abfallenden Hang in Kehren hinab. Der Steig verläuft mehr am rechtem Rand der Almmulde zu den Felsabbrüchen des „Roterdkogels“ und unterhalb den Steilhang querend zum Blachlboden mit dem „See“ der Beschneiungsanlagen. Die folgende Forststraße führt zurück zum Hochkar-Parkplatz (1 bis 1 ½ Std.).

 

Wanderführer zu dieser Tour :
Von Bernhard Baumgartner „Das große Wandererlebnis NÖ“ und „Naturerlebnis NÖ“ (mit Karl Oswald) im ResidenzVerlag (mit Routenkarten).

 

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