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Auf den Geißenberg über die Schneeries

Ein Wandertipp im Dirndltal von Bernhard Baumgartner.

Schwarzenbach an der Pielach. Wegen der Beweidung vor allem bis zum Frühsommer und im Herbst empfehlenswert. Unmarkierte, aber leicht zu findende Route, teilweise als Rundstrecke, auf alten Bauernwegen und nur kurz auf asphaltierten Hofzufahrten. Im Gipfelbereich überaus malerisch mit Blumenwiesen, urigen Waldrändern und Ausblicken zum Traisen-Pielach-Kamm, zuletzt sogar zum Ötscher.

 

Talort: Schwarzenbach an der Pielach, Zufahrt durch das oberste Pielachtal (Pilgerweg Richtung Annaberg, aber im Tal bleibend) bis kurz vor das Gehöft Kowald (Güterweg Fuchsriegel, Markierungspfeil Richtung Schwarzenbach).

Einkehr: unterwegs keine Möglichkeit.

Route: Pielachtal – Güterweg Fuchsriegel (oder Hof Kowald) – Hafnerreit – Geißenberg – Schneeries – Geißenberg – Steinrotte – Ober-Fuchsriegel – Pielachtal; 9,5 km, Seehöhe zwischen 564 m und 1177 m; Gehzeit insgesamt 3 ½ bis 4 Std.; unmarkiert, aber leichte Orientierung.

 

Routenbeschreibung:

Im Ortsgebiet von Schwarzenbach bei Wendung der Straße Richtung Türnitz im Tal bleibend auf der Asphaltstraße weiter, an einem Gasthof, dem Sägewerk Isbary und der Abzweigung des Pilgerweges (Richtung Hölzerne Kirche – Annaberg) vorbei bis zur Abzweigung des asphaltierten Güterweges Fuchsriegel. Diesen gleich im Wald ansteigend entlang bis zur Kehre, die auch am Gehöft Kowald vorbei erreichbar ist. Dort geradeaus auf Fahrweg zu einzelnem Haus im Graben und links wieder im stellenweise recht urigen Waldgelände südwärts mit mäßigem Anstieg zum unbewirtschafteten Gehöft Hafnerreit – riesige Hauslinde und hübscher Ausblick in den hinteren Pielachwinkel (gegenüber die steilen Nordflanken des Höhenrückens vom Türnitzer Schwarzenberg bis zum Hennesteck mit markanten Felsmauern, wie dem Spitzkogel und den Abbrüchen beim Nassen und Trockenen Loch).

 

Nun den Wiesenhang hinauf, jedoch schon vor dem oberen Waldrand rechts zu einer weiteren Bergwiese, die rechts überquert wird. Danach im Wald (kaum Wegspuren) zu einem alten Ziehweg (dorthin auch oberhalb vom Hafnerreit auf Forstweg weiter, im Wald aber nicht der rechts weiterführende neuere Forststraße folgen, sondern an der linken Grabenseite auf dem vorhin genannten Ziehweg weiter). Dieser führt zu einer höher gelegenen Wiesenmulde, durch die man beliebig rechts ansteigend einen relativ neu ausgeschobenen Weg und das schon sichtbare Haus Geißenberg erreicht (868 m, 1 bis 1 ½ Std.; ehemaliges Bauernhaus, als Alm- oder Jagdhaus benützt, vom Hof Ober-Fuchsriegel auf Forststraße erreichbar).

Nun den Fahrspuren nach über die Wiese hinauf und durch den Almzaun zu einer weiteren, mäßig ansteigenden Bergwiese, die leicht links hinan überquert wird. Oberhalb folgt ein schmaler Walddurchgang mit feuchtem Boden, danach geht es wieder steiler aufwärts bis zu den flacheren Almwiesen der Schneeries (Rückblick zum Eisenstein und auf die Traisentaler Gipfel). Die wellenförmig ansteigenden Wiesenböden sind teilweise als Weideflächen bearbeitet, trotzdem machen sie mit ihrer Umrahmung von uralten Baumriesen (vorwiegend Rotbuchen) einen höchst idyllischen Eindruck. Zuletzt taucht der prächtige Ötscher auf, und die sanfte Gipfelkuppe am Geißenberg ist erreicht (1177 m, ¾ bis 1 Std.).

 

Der folgende Abstieg ermöglicht sogar einen Rundweg: Zuerst geht man über die Schneeries zurück bis zum Walddurchgang mit der auffallenden Feuchtstelle. Nun hält man sich aber weiter links über die Wiesenflächen bergab (prachtvolle Aussicht, Anfang Mai Orchideenblüte mit zahlreichen Holunder-Knabenkräutern). Sobald das Gelände flacher wird, links zu einem Fahrweg am Waldrand und diesen entlang, bis er in den nordseitigen Waldhang abzweigt. Hier auf der Kammhöhe bleiben, wo ein alter Forstweg bergab führt und dann im freien Gelände rechts zur Forststraße abbiegt (Zufahrt zum Haus Geißenberg). Auf dieser weiter zum Hof Ober-Fuchsriegel und auf dem asphaltierten Güterweg hinab zum Ausgangspunkt im Pielachtal (1 ¼ Std.).

 

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