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Vorbei ist die Sommerhitze, und mit den ersten bunten Blättern kündigt sich schon die rauere Herbstzeit an. Damit werden auch weniger alpine Wanderziele wieder interessanter, wie etwa im Wienerwald.

Wandertipp von Bernhard Baumgartner (Text und Fotos)

 

 

Dieser bildet, fast im Mittelpunkt Niederösterreichs gelegen, einen Biosphärenpark und hat sogar zwei „Gipfelmajestäten“ aufzuweisen – den Schöpfl mit 893 m als höchstem Punkt und den benachbarten, nur wenig niedrigeren Gföhlberg. Der „Natura Trail“ der Naturfreunde-Internationale verbindet von Laaben aus die beiden Gipfel und verlangt sogar eine Gehzeit von insgesamt ca. 7 Stunden. Gemütlicher ist die Tour zur Gföhlberghütte, dem vorbildlich ausgestatteten und am Wochenende bewirtschafteten Öko-Schutzhaus der Naturfreunde. Dem steinigen Anstieg von der Klammhöhe aus steht der sanftere Hüttenweg von Stollberg gegenüber (jeweils ¾ bis 1 ¼ Stunden). Mit der folgenden Rundtour über den dicht bewaldeten Gipfel bringt man sogar gute 3 Stunden zusammen, die Hüttenrast noch gar nicht eingerechnet.

Route: Stollberg / Gern – Gföhlsattel – Nordostkamm – Gipfelpyramide – Gföhlberghütte – Gföhlsattel – Kasberg – Gern.

Info: Im Führer „Das große Wandererlebnis NÖ“ von Bernhard Baumgartner (Kral-Verlag). www.wandertipp.at .

 

Gföhlberg-Rundtour

Von Stollberg über die Gföhlberghütte (teilweise etwas anspruchsvolle Wege, als Rundtour mit Variante ca. 3 ½ Std.):

Zufahrt beim Gasthof Glashütte in Klamm rechts zur Sattelhöhe der Gern beim ehemaligen Meierhof (Markierungsabzweigungen und Parkmöglichkeit). Auf Güterweg zum Gföhlsattel, dort kurz links und entlang der blauen Markierung zum Nordostkamm. Rechts rot markierter Steilaufstieg auf den Gföhlberggipfel. Abstieg über den jenseitigen Bergrücken rot markiert, aber bei Verflachung geradeaus unmarkiert zur Gföhlberghütte (1 ½ bis 2 Std.). Rückweg entlang der blauen Markierung zum Gföhlsattel, hier wie am Beginn der Tour auf dem Güterweg oder lohnender mit Variante Kasberg und Eibenwald zurück zum Ausgangspunkt.

Varianten Kasberg und Eibenwald: Bei der Wegkreuzung am Gföhlsattel geradeaus weitergehen, blau markiert mit herrlichem Alpenblick am Kasberg entlang, dann auf Waldweg zum Sonnleitenhof. Hier rechts auf die 404-Markierung abzweigen und bei einem Steinbruch geradeaus auf altem Forstweg bergab zu einem flachen Güterweg (entlang dieser Markierung links haltend am Eibenbergerhof vorbei zum Naturdenkmal Eibenwald). Auf dem Güterweg rechts zum ehemaligen Meierhof.

 

„Natura Trail“ Hochwienerwald

Auf einem „Naturerlebnisweg“ über Schöpfl und Gföhlberg, die beiden höchsten Wienerwaldgipfel.

Route: Laaben – Schöpfl – Klammhöhe – Gföhlberg – Stollberg – Laaben; 24 km, Seehöhe zwischen 347 m und 893 m (Infofolder der Naturfreunde-Internationale, Tel. 01/8923877-17).

Gehzeit: 7 bis 8 Std. (auf halber Strecke von der Klammhöhe wochentags Busverbindung nach Laaben; oder Nächtigung in einer der beiden Schutzhütten).

Einkehr: Schöpfl-Schutzhaus (Mo Ruhetag), Gasthof Klammhöhe (Mo bis Mi Ruhetag), Gföhlberghütte (Wochenendbewirtschaftung), Gasthof Stollberg (Mi und Do Ruhetag).

Tipps4Kids: Leichte Wanderungen zum Schöpfl-Schutzhaus bzw. zur Gföhlberghütte. insgesamt jeweils 1 ½ bis 2 ½ Std.

Zufahrt: Von A 1 / Altlengbach Richtung Hainfeld nach Laaben und auf die Klammhöhe, davon abzweigend nach Stollberg und Forsthof.

 

Über den Schöpfl (von Laaben bis zur Klammhöhe, 3 ½ bis 4 Std.):

In Laaben von der Straße Richtung Forsthof rechts auf dem Wienerwald-Weitwanderweg rot-404 markiert über Kratzberg zur Hochberg-Kapelle. Hier rechts und nach dem Islandpferde-Zentrum zur Wegteilung – links der bequemere „Pensionistensteig” oder direkt ansteigend der “Heinrich-Gith-Steig”. Beide Wege über den steilen Waldhang (Schneeglöckchenblüte im zeitigen Frühjahr) führen zur Schöpfl-Quelle, bald danach die Gipfelwiese mit dem Schöpfl-Schutzhaus (1 ½ bis 2 Std.; Österr. Touristenklub, Nächtigungsmöglichkeit, Hüttentelefon 02637/8305). Kurz weiter zum Schöpflgipfel (893 m) mit der Matraswarte und historischer Vermessungspyramide.

Weiter meist leicht bergab über Kammwiesen am Wittenbachberg und durch Waldstücke den Bergrücken entlang. Später über Forststraßen zu einem Wiesenanstieg und zuletzt 1 km Straße rechts zur Klammhöhe (618 m, ca. 2 Std.; Gasthof Lintner, Tel. 02774/8314).

 

Über den Gföhlberg (von der Klammhöhe nach Laaben, 3 ½ bis 4 Std.):

Von der Klammhöhe auf teilweise urigen Waldwegen zu einem Aussichtsplatz, kurz danach die Gföhlberghütte (Naturfreunde, Nächtigungsmöglichkeit, Tel. 02773/46978). Vom Weiterweg rechts aufwärts zur Gipfelpyramide auf dem dicht bewaldeten Gföhlberg (885 m, Schneeglöckchenblüte!). Auf rot markiertem Steig um den Gipfel herum und den steilen Kamm bergab zu einer Lichtung beim Naturdenkmal „Zerrissene Buche“. Kurz davor links hinab zu den Wiesen am Gföhlsattel und auf dem Güterweg rechts zum ehemaligen Meierhof an der Stollbergstraße. Auf der Straße am Schloss Stollberg vorbei (rechts grün markierte Abkürzung zum Weiterweg) bis zum Kreuzwirt am Stollberg (595 m, 1 ½ bis 2 Std.). Weiterweg über die Wiesen beim Schwarzen Kreuz und durch dichte Wälder zum Roten Kreuz, wo die Markierung nach links ins freie Gelände weist. Am folgenden asphaltierten Güterweg beim Burhof rechts über den Höhenrücken „Am Eck“ weiter, bei Straßenkehre geradeaus über Wiesenwege hinunter nach Laaben (1 ½ bis 2 Std.).

 

 

 

Die Gföhlberghütte der Naturfreunde Eichgraben
Idyllischer Rotbuchen und Lärchenwald
Ötscherblick
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